Glossar

Von AHV bis Zefix.

Alle Fachbegriffe, die bei einer Schweizer Gründung immer wieder auftauchen – kurz definiert, im Kontext eingeordnet.

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AGB

Recht

Allgemeine Geschäftsbedingungen.

Standardvertragsklauseln. Muss beim Vertragsschluss klar akzeptiert werden. Ungewöhnliche Klauseln sind ungültig (Ungewöhnlichkeitsregel).

Agio

Finanzen

Aufgeld über dem Nennwert.

Wird eine Aktie über Nennwert ausgegeben, ist die Differenz das Agio. Fliesst in die gesetzlichen Reserven.

AHV / IV / EO

Sozialversicherung

1. Säule der Vorsorge.

Selbstständige: ca. 10% des Netto­einkommens, Angestellte: 5.3% (paritätisch mit Arbeitgeber = 10.6% total). Beitragspflichtig ab CHF 2'500 Einkommen als Selbstständige.

Aktionärbindungsvertrag (ABV)

Recht

Vertrag zwischen Aktionären.

Regelt Vorkaufs-, Mitverkaufs- und Drag-Along-Rechte, Vesting und Governance über die Statuten hinaus. Nur zwischen Unterzeichnenden bindend.

ALV

Sozialversicherung

Arbeitslosenversicherung.

2.2% Lohnabzug (paritätisch = 1.1% je Seite) bis CHF 148'200. Solidaritätsprozent 1% darüber. Selbstständige: nicht versichert.

Anti-Dilution

Finanzen

Verwässerungsschutz.

Schützt Investor:innen bei Down-Rounds: Weighted Average (fair) oder Full Ratchet (aggressiv). Aktien werden nachträglich angepasst.

Ausgleichskasse

Sozialversicherung

Verwaltet AHV/IV/EO/FamZG-Beiträge.

Kantonal oder branchenspezifisch (Verbandsausgleichskassen). Anmeldung als Selbstständige:r zwingend – prüft auch den Status.

Beteiligungsabzug

Steuern

Entlastung für Holding-Erträge.

Gewinnsteuer auf Dividenden aus qualifizierten Beteiligungen wird proportional reduziert – im Ergebnis oft null. Ersetzt seit STAF den Holding-Status.

Bilanz

Finanzen

Momentaufnahme Aktiven & Passiven.

Zum Stichtag: was besitzt die Firma (Aktiven) vs. wem gehört es (Fremd- + Eigenkapital). Muss ausgeglichen sein.

Burn Rate

Finanzen

Monatlicher Nettoverbrauch.

Gross Burn: Ausgaben. Net Burn: Ausgaben minus Einnahmen. Runway = Cash / Net Burn = wie viele Monate reicht das Geld.

BVG / 2. Säule

Sozialversicherung

Berufliche Vorsorge.

Für Angestellte obligatorisch ab BVG-Lohn CHF 22'680 (2025). Selbstständige freiwillig oder gar nicht – Lücke sollte über 3. Säule oder AG mit eigenem Lohn geschlossen werden.

c/o-Adresse

Prozess

'Care of' – bei jemand anderem.

Verwendbar, wenn der HR-Sitz nicht die eigene Adresse ist (z.B. bei Treuhänder). Muss im HR eingetragen sein.

Cap Table

Finanzen

Übersicht der Beteiligungsverhältnisse.

Excel oder Tool (z.B. Ledgy) mit allen Aktien, Optionen und Verwässerung. Für jede Finanzierungsrunde entscheidend.

Cashflow

Finanzen

Effektive Geldflüsse.

Anders als Gewinn: nur echte Zahlungsströme. Free Cashflow = Operativer CF minus Investitionen. Für Startups oft wichtiger als Gewinn.

Cliff

Recht

Sperrfrist beim Vesting.

Meist 12 Monate: Verlässt man die Firma vorher, erhält man 0 Anteile. Danach vestet monatlich oder quartalsweise.

Convertible Loan

Finanzen

Wandeldarlehen.

Darlehen, das bei einer späteren Finanzierungsrunde in Aktien wandelt. Beliebt bei Seed-Runden, weil Bewertung aufgeschoben wird.

Domiziladresse

Prozess

Rechtssitz der Firma.

Kann Home-Office, Coworking oder Business-Center sein. Bei Untermiete: Zustimmung Vermieter. Änderung erfordert HR-Mutation.

Drag-Along / Tag-Along

Recht

Mitverkaufsrechte.

Drag-Along: Mehrheit kann Minderheit zum Mitverkauf zwingen. Tag-Along: Minderheit darf beim Verkauf der Mehrheit mitverkaufen.

DSG / revDSG

Recht

Datenschutzgesetz (revidiert 2023).

Verschärfte Informationspflichten, Datenschutz-Folgenabschätzung, Meldepflicht bei Datenpannen. Bussen bis CHF 250'000 gegen Verantwortliche.

Due Diligence

Finanzen

Prüfung vor Investment/Kauf.

Rechtlich, finanziell, technisch. Investoren prüfen Verträge, Cap Table, IP, Steuern. Sauberer Datenraum beschleunigt den Prozess.

EasyGov

Prozess

Behördenportal des Bundes.

Online-Plattform für Handelsregister-, MWST-, AHV-Anmeldung und weitere Behördengänge. Für einfache Gründungen der schnellste Weg.

EBITDA

Finanzen

Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen.

Näherung für operativen Cashflow. Standard-Kennzahl für Bewertung und Bankfinanzierung. EBITDA-Marge = EBITDA / Umsatz.

Eintrittsschwelle BVG

Sozialversicherung

CHF 22'680 Jahreslohn (2025).

Ab diesem Lohn ist BVG obligatorisch. Darunter freiwillig oder Firmenlösung mit tieferer Schwelle.

Emissionsabgabe

Steuern

1% Bundesabgabe auf Eigenkapital.

Bei Gründung/Erhöhung: 1% auf Kapital über CHF 1 Mio. Erste Million ist freibetrag. Für KMU-Gründungen meist irrelevant.

Erfolgsrechnung

Finanzen

Ertrag minus Aufwand = Gewinn.

Zeigt die Ertragslage über eine Periode (meist Kalenderjahr). Endet mit Reingewinn/-verlust, der in die Bilanz übergeht.

ESOP

Finanzen

Employee Stock Option Plan.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramm. Schweizerspezifisch: Vesting, Steuerpflicht bei Vergabe oder Ausübung, oft mit Sperrfristen.

F&E-Zusatzabzug

Steuern

150% Abzug für Forschung.

Personalaufwand für qualifizierende F&E kann mit bis zu 150% abgezogen werden. Kantonal geregelt.

Familienzulagen (FamZG)

Sozialversicherung

Kinder- und Ausbildungszulagen.

Selbstständige zahlen ca. 1.5–3% Beitrag, erhalten dafür Zulagen für eigene Kinder. Regelung pro Kanton unterschiedlich.

Firmenzusatz

Prozess

'GmbH', 'AG' im Namen.

Rechtsformzusatz zwingend im Firmennamen. Bei Einzelfirma muss der Familienname vorkommen.

GAV

Recht

Gesamtarbeitsvertrag.

Branchenvertrag mit Mindestlöhnen, Arbeitszeiten, Ferien. In Gastro, Bau, Reinigung u.a. allgemeinverbindlich – gilt auch ohne Mitgliedschaft.

Grundstückgewinnsteuer

Steuern

Kantonale Steuer auf Immobiliengewinne.

Fällt beim Verkauf von Liegenschaften an. Progressiv nach Haltedauer und Gewinn. Bei juristischen Personen teils in Gewinnsteuer integriert.

Handelsregister (HR)

Recht

Öffentliches Verzeichnis aller Firmen.

Kantonales Register aller Rechtsträger. GmbH, AG und Genossenschaft entstehen erst mit dem HR-Eintrag. Einzelfirma ab CHF 100'000 Umsatz eintragungspflichtig, darunter freiwillig.

ISO 20022

Finanzen

Internationaler Zahlungsverkehr-Standard.

camt.053 (Kontoauszug), pain.001 (Zahlungsauftrag). Ersetzt DTA. Für automatisierte Bankintegration in Buchhaltungssoftware nötig.

Kapitaleinlage-Reserve (KER)

Steuern

Steuerfreie Rückzahlung an Aktionäre.

Einlagen, Aufgelder und Zuschüsse, die Aktionär:innen über den Nennwert hinaus geleistet haben. Rückzahlung ist frei von Einkommens- und Verrechnungssteuer.

Kapitaleinzahlungskonto

Finanzen

Sperrkonto vor Gründung.

Ein Bankkonto, auf das das Grundkapital vor der Handelsregister-Eintragung einbezahlt wird. Nach Eintrag wird das Konto in ein normales Geschäftskonto umgewandelt.

Kapitalsteuer

Steuern

Kantonale Steuer auf Eigenkapital.

Zwischen 0.001% (NW) und 0.5% des Reingewinns bzw. Eigenkapitals. Wird oft auf die Gewinnsteuer angerechnet.

KMU-Bürgschaft

Finanzen

Staatlich verbürgter Kredit.

Vier regionale Genossenschaften verbürgen bis CHF 1 Mio. für Bankkredite an KMU. Bund trägt 65% des Verlustrisikos.

Konkurs

Prozess

Zahlungsunfähigkeit.

Überschuldung + Illiquidität → Konkursanmeldung Pflicht (OR 725). Konkursamt übernimmt, Verwaltungsrat haftet bei verspäteter Anzeige.

Koordinationsabzug

Sozialversicherung

BVG-Abzug vom Bruttolohn.

CHF 26'460 (2025) werden vom Jahreslohn abgezogen, bevor der BVG-pflichtige Lohn berechnet wird. Deckt AHV-Basis ab.

Krankentaggeld (KTG)

Sozialversicherung

Lohnfortzahlung bei Krankheit.

Freiwillige Versicherung für Arbeitgeber. Deckt 80% des Lohns für 720 Tage. Selbstständige: eigene Versicherung dringend empfohlen.

LEI

Recht

Legal Entity Identifier.

20-stelliger Code zur globalen Identifikation von juristischen Personen bei Finanzgeschäften. Pflicht bei Wertschriftenhandel.

Lex Friedrich / Lex Koller

Recht

Grundstückerwerbsbeschränkung.

Ausländer:innen dürfen nur eingeschränkt Immobilien in der Schweiz kaufen – auch über Gesellschaften. Bei Immobilien-Startups relevant.

Liquidation

Prozess

Geordnete Auflösung.

Beschluss GV → HR-Eintrag 'in Liquidation' → Schuldenruf (3× SHAB) → Sperrjahr → Verteilung → Löschung. Dauer: min. 12 Monate.

Liquidation Preference

Finanzen

Vorzugsrecht im Exit.

Investor:innen bekommen im Exit ihr Investment (oder Vielfaches) zuerst zurück, bevor Stammaktionäre etwas erhalten. 1x non-participating ist Standard.

Mutterschaftsentschädigung

Sozialversicherung

80% Lohn für 14 Wochen.

Über EO finanziert, max. CHF 220/Tag. Auch für Selbstständige, sofern AHV-pflichtig.

MWST-Bezugsteuer

Steuern

Reverse Charge auf ausländische Leistungen.

Empfänger zahlt MWST auf Dienstleistungen aus dem Ausland (z.B. Google Ads, SaaS) ab CHF 10'000/Jahr, auch wenn selbst nicht MWST-pflichtig.

MWST-Normalsatz

Steuern

Aktuell 8.1%.

Seit 01.01.2024 gilt der Normalsatz von 8.1% (vorher 7.7%). Reduzierter Satz 2.6%, Sondersatz für Beherbergung 3.8%.

MWST-Option

Steuern

Freiwillige Versteuerung.

Unternehmen unter CHF 100'000 Umsatz können freiwillig für die MWST optieren, um Vorsteuerabzug zu nutzen. Bindung: 1 Jahr.

Nachlassstundung

Prozess

Sanierungsverfahren.

Alternative zum Konkurs: Sachwalter prüft Sanierbarkeit, Gläubiger stimmen über Nachlassvertrag ab. 4–6 Monate Vollstreckungsschutz.

NDA

Recht

Non-Disclosure Agreement.

Vertraulichkeitsvereinbarung. In der Schweiz meist einseitig, bei Investorengesprächen oft unüblich – seriöse VCs unterzeichnen keine NDAs.

Nennwert

Finanzen

Nominalwert eines Anteils.

Bei der AG mind. CHF 0.01 pro Aktie, bei der GmbH mind. CHF 100 pro Stammanteil.

Nidwaldner Modell

Steuern

Umsatzabhängige Pauschalbesteuerung.

Historischer Begriff für die tiefen Firmensteuern in NW/ZG. Nach USR III / STAF gelten neue, harmonisierte Regeln.

OECD-Mindeststeuer

Steuern

15% Mindestbesteuerung.

Ab 2024 in der Schweiz: Ergänzungssteuer für Konzerne mit >750 Mio. EUR Umsatz. Für KMU nicht relevant.

Öffentliche Beurkundung

Prozess

Notariell beglaubigt.

Bei GmbH/AG-Gründung, Kapitalerhöhungen, Statutenänderungen zwingend. Kosten kantonal unterschiedlich (CHF 500–2'500).

Patentbox

Steuern

Reduzierte Besteuerung von Patenterträgen.

Bis zu 90% Entlastung auf Reingewinn aus Patenten und vergleichbaren Rechten. Kantonal umgesetzt (max. 90%, ZH 90%, LU 10%).

Pensionskasse (PK)

Sozialversicherung

2. Säule-Einrichtung.

Sammelstiftung, Verbands-PK oder eigene Stiftung. Wahl beeinflusst Kosten (1–2% Verwaltungskosten) und Rendite.

PK-Einkauf

Sozialversicherung

Freiwillige Einzahlung in 2. Säule.

Steuerlich abzugsfähig. Sinnvoll ab ca. 45, wenn Einkaufslücke besteht. Sperrfrist: 3 Jahre vor Kapitalbezug.

Pre-/Post-Money

Finanzen

Bewertung vor/nach Investment.

Post-Money = Pre-Money + Investment. Bei CHF 4 Mio. Pre + CHF 1 Mio. Investment: Post 5 Mio., Investor hält 20%.

Prokura

Prozess

Handlungsvollmacht.

Umfassende Vollmacht zur Vertretung der Firma. Muss im HR eingetragen werden. Meist Kollektivprokura.

QR-Rechnung

Finanzen

Standard-Rechnungsformat seit 2022.

Ersetzt Einzahlungsschein. QR-Code enthält alle Zahlungsdaten. Verpflichtend für alle Rechnungen in CHF und EUR in der Schweiz.

Quellensteuer

Steuern

Direkt vom Lohn abgezogen.

Für Ausländer:innen ohne C-Bewilligung, Grenzgänger und beschränkt Steuerpflichtige. Arbeitgeber liefert direkt an Kanton.

Reserven, gesetzliche

Finanzen

Pflichtrücklagen.

Bei AG/GmbH: 5% des Jahresgewinns bis 20% des Aktienkapitals erreicht sind (Art. 672 OR).

Runway

Finanzen

Verbleibende Finanzierungsmonate.

Verfügbares Cash / monatlicher Net Burn. Ab <6 Monaten sollte aktiv Finanzierung gesucht werden.

Sacheinlage

Prozess

Einlage in nicht-Geld-Form.

Maschinen, Fahrzeuge, IP als Kapitaleinlage. Braucht Gründungsbericht + Prüfungsbestätigung eines zugelassenen Revisors.

Sachübernahme

Prozess

Kauf von Sachen kurz nach Gründung.

Wenn die Firma innert 2 Jahren nach Gründung Vermögen von Gründern kauft, gelten Sacheinlage-Regeln. Muss in Statuten stehen.

SAFE

Finanzen

Simple Agreement for Future Equity.

US-Instrument, in der Schweiz rechtlich anpassbar. Investor:in erhält bei einer späteren Runde Aktien zu vorgegebenen Konditionen (Cap, Discount).

Saldosteuersatz

Steuern

Vereinfachte MWST-Abrechnung.

Alternative zur effektiven Methode: Umsatz × branchenspezifischer Satz. Weniger Verwaltung, kein Vorsteuerabzug. Nur wählbar bis CHF 5.024 Mio. Umsatz und CHF 108'000 Steuerschuld.

Säule 3a

Sozialversicherung

Gebundene Selbstvorsorge.

Mit PK: max. CHF 7'258 (2025). Ohne PK (Selbstständige): 20% Netto­einkommen, max. CHF 36'288 (2025). Steuerlich abzugsfähig.

Selbstständigen-Status

Sozialversicherung

Anerkennung durch Ausgleichskasse.

Kriterien: eigenes Risiko, mehrere Auftraggeber, eigene Infrastruktur, im eigenen Namen. Ohne Anerkennung: Scheinselbstständigkeit → Arbeitgeber-Pflichten.

SHAB

Recht

Schweizerisches Handelsamtsblatt.

Amtliches Publikationsorgan des Bundes. Alle HR-Änderungen, Konkurse und öffentliche Mitteilungen werden hier veröffentlicht.

Sistierung

Prozess

Vorübergehende Ruhestellung.

Bei Einzelfirmen: Geschäftstätigkeit temporär einstellen ohne Löschung. AHV kann angepasst werden. Bei Kapitalgesellschaften nicht möglich.

STAF

Steuern

Steuerreform und AHV-Finanzierung (2020).

Ersetzt privilegierte Statusgesellschaften durch Patentbox, F&E-Zusatzabzug und tiefere Gewinnsteuersätze. Kompensiert über 2 Mrd. AHV-Zuschuss.

Stampa-Erklärung

Recht

Nachweis über Sacheinlagen.

Erklärung der Gründer:innen, dass keine verschleierten Sacheinlagen oder Sachübernahmen vorliegen. Bestandteil der Gründungsakte einer GmbH/AG.

Statuten

Recht

Grundordnung einer Kapitalgesellschaft.

Bei GmbH und AG zwingend. Regelt Firma, Sitz, Zweck, Kapital, Organe. Öffentlich urkundlich zu errichten.

Stempelabgabe

Steuern

Bundesabgabe auf Wertschriftenumsatz.

0.15% (CH) bzw. 0.30% (Ausland) beim Handel mit Wertschriften. Betrifft primär Banken und Effektenhändler.

Stichtagsprinzip

Finanzen

Buchungsprinzip.

Geschäftsvorfälle werden dem Zeitpunkt zugerechnet, in dem sie wirtschaftlich stattfanden (nicht dem Zahlungszeitpunkt).

Teilbesteuerung Dividende

Steuern

Ermässigung auf qualifizierten Beteiligungen.

Bei ≥10% Beteiligung: Bund besteuert Dividende zu 70%, Kantone zwischen 50% und 70%. Vermeidet doppelte Belastung.

Term Sheet

Finanzen

Absichtserklärung bei Investments.

Nicht rechtsverbindliche Zusammenfassung der Konditionen (Bewertung, Anti-Dilution, Board-Rechte). Grundlage für den Aktionärsbindungsvertrag.

UID

Recht

Unternehmens-Identifikationsnummer.

Eindeutige Nummer (CHE-123.456.789) für jedes Unternehmen. Ersetzt seit 2011 die alte MWST-Nummer und wird über EasyGov automatisch vergeben.

UVG

Sozialversicherung

Unfallversicherung, obligatorisch für Angestellte.

Berufsunfall (BU): Arbeitgeber. Nichtberufsunfall (NBU) ab 8 Wochenstunden: Arbeitnehmer. Selbstständige: freiwillig über SUVA oder Privatversicherung.

Vaterschaftsurlaub

Sozialversicherung

2 Wochen bezahlt.

Seit 2021 gesetzlich. Über EO finanziert, 80% Lohn, max. CHF 220/Tag. Innerhalb 6 Monaten nach Geburt zu beziehen.

Verrechnungssteuer (VSt)

Steuern

35% auf Dividenden & Zinsen.

Wird von der ausschüttenden Gesellschaft an die ESTV abgeliefert. Anrechenbar für Schweizer Ansässige, für Ausländer:innen teils rückforderbar (DBA).

Vesting

Recht

Zeitlicher Erwerb von Anteilen.

Gründer:innen oder Mitarbeitende erhalten ihre Anteile über Zeit (typisch 4 Jahre mit 1 Jahr Cliff). Bei Austritt vor Ende fallen unvested Shares zurück.

Vorsteuer

Steuern

MWST auf Einkäufen.

MWST-Pflichtige können MWST, die sie auf geschäftlichen Einkäufen bezahlen, von der eigenen MWST-Schuld abziehen.

Zefix

Recht

Zentraler Firmenindex.

Bundeszentrale Datenbank aller HR-Einträge. Kostenlose Firmensuche und HR-Auszüge (elektronisch, ohne Beglaubigung).

Zeichnungsberechtigung

Prozess

Wer die Firma verpflichten darf.

Einzel- oder Kollektivunterschrift (zu zweien). Im HR eingetragen. Kollektiv reduziert Missbrauchsrisiko, kann aber Alltag lähmen.